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(20.09.2019)

Wasserstoffregion LK Diepholz

Teschnisch möglich: Überschüssige Windenergie speichern

Mehr als 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung des Landkreises Diepholz zur Auftaktveranstaltung „Wasserstoffregion Landkreis Diepholz“ in das Zentrum für Mechatronik und Elektrotechnik (ZME) der Privaten Hochschule für Wirtschaft und Technik – PHWT in Diepholz gefolgt.

Landrat Cord Bockhop wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass der Energieträger Wasserstoff ein großes Potenzial für die Energiewende in Deutschland und Niedersachsen habe.

„Viele Akteure setzen sich aktuell mit dem Thema auseinander. Die Landesregierung habe erklärt, Niedersachsen zur Drehscheibe und zum Mittelpunkt der zukünftigen Wasserstoffwirtschaft machen zu wollen und arbeite hierzu aktuell an einer Wasserstoff-Strategie. Aufgrund der aktuellen Bedeutung und der guten Ausgangsbedingungen in der Region hat der Landkreis Diepholz bereits im Frühjahr seine Interessebekundung über eine Antragstellung beim Förderprogramms „HyStarter“  beim Bund eingereicht, um sich dem Thema Wasserstoff zu widmen“, erläuterte Landrat Bockhop.

Prof. Dr. Richard Hanke-Rauschenbach, Leiter des Lehrstuhls im  Fachgebiet „Elektrische Energiespeichersysteme“ an der Leibnitz Universität Hannover, gab in seinem Impulsvortrag einen Überblick über die Rolle von Wasserstoff im künftigen Energiesystem. Über sog. „Power-to-X-Technologien“ könnten Erneuerbare Energien in „grünem“ Wasserstoff gespeichert und im Strom-, Wärme- oder Verkehrsmarkt wiederverwendet werden. „Man spricht hierbei von der sog. „Sektorenkopplung“, indem erneuerbar produzierter Strom auch in anderen Sektoren genutzt werden könne. Große Potenziale für Wasserstoffnutzung bestünden demnach in der Defossilisierung der Mobilität“, erklärte Prof. Dr. Hanke-Rauschenbach.

Als regionale Know-how-Träger zu den Themen Erneuerbare Energien und Wasserstoff referierten anschließend Christian Meindertsma und Gerrit Bokelmann von der WestWind Projektierungs GmbH & Co. KG aus Kirchdorf über die besonderen Wasserstoffpotenziale im Landkreis Diepholz. Mittels der Umwandlung des Windstroms in „grünen Wasserstoff“ könnte überschüssige Windenergie gespeichert und im Rahmen der Sektorenkopplung regional genutzt werden, um den Einsatz fossiler Energien weiter zu senken.

Der Landkreis verfügt über günstige Faktoren, wie beispielsweise den größten Gasspeicher Westeuropas, wasserstoffaffine Unternehmen aus der Industrie und dem produzierendem Gewerbe, Projektierer regenerativer Unternehmen sowie als Wissensträger die in Diepholz ansässige Private Hochschule für Wirtschaft und Technik – PHWT .  Der Landkreis Diepholz gehört bundesweit zu den Spitzenreitern bei der Erzeugung von erneuerbaren Energien. Sein Erzeugungsgrad liegt laut dem Internet-Portal energy-map bei 109 %, während der Bundesschnitt: 26 % und der niedersächsische Durchschnitt: bei 45 % liegt. Im Landkreis Diepholz wird somit mehr Strom erzeugt als verbraucht.

In einer Arbeitsgruppenphase wurden erste Ideen und Ansatzpunkte auf dem Weg zu einer Wasserstoffregion im Landkreis Diepholz gesammelt. Die Teilnehmer, die aus unterschiedlichen Branchen kamen, sahen wichtige Ansatzpunkte in der Nutzung von Wasserstoff, beispielsweise im Mobilitätsbereich wie den Busverkehr, kommunale Fahrzeuge oder Speditionen. Wichtig sei es, erste konkrete Pilotprojekte im Landkreis umzusetzen, um das Thema greifbar zu machen. 

Die erste Veranstaltung bildete den Auftakt zu Etablierung des Wasserstoffs als alternative Energiequelle im Landkreis Diepholz. Weitere interessierte Akteure aus dem Landkreis sollen in das Projekt Wasserstoffregion einbezogen werden.

Großes Interesse fand ein wasserstoffbetriebener PKW eines namhaften Herstellers, über den speziell informiert wurde und der für eine Probefahrt zur Verfügung stand.

 

Quelle: Landkreis Diepholz

 

 

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Foto: Landkreis Diepholz