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(20.04.2020)

Arbeiten im Windpark Albringhausen kommen gut voran

Presseartikel aus der Kreiszeitung: Erste Anlage soll im Oktober laufen

Albringhausen - Von Julia Kreykenbohm. Im Windpark Albringhausen geht es im Moment zu wie im Bienenstock: Baufahrzeuge brausen wie emsige Insekten umher, Bagger graben sich ins Erdreich und Mitarbeiter verschiedener Firmen packen bei strahlendem Sonnenschein kräftig mit an, damit der Zeitplan für die verschiedenen Gewerke eingehalten wird. Denn schon im Oktober soll – wenn alles gut läuft – die erste der insgesamt sieben neuen Anlagen in Betrieb gehen.

Die Projektleiter Andre Meyer und Christian Meindertsma von der Firma Westwind, die die Anlagen baut, zeigen bei einer Rundfahrt durch den Windpark, was sich dort bereits getan hat und was noch kommen wird.

Die Zufahrt in den Windpark Albringhausen führt von der Bundesstraße 61 über eine Asphaltstraße Richtung Nienstedt. „Im Januar haben wir mit dem Wegebau angefangen“, erläutert Meyer. „Dabei ging es vorerst darum, die bereits vorhandenen Asphaltstraßen, Schotter- und Graswege auf 4,50 Meter zu verbreitern, damit die Baustellenfahrzeuge sie nutzen können.“ Insgesamt mussten etwa acht Kilometer ertüchtigt werden. Das gute Wetter, das weder Frost noch Schnee brachte, hat ihnen dabei in die Karten gespielt.

Die Rundfahrt stoppt an der Brücke über die Nienstedter Beeke. Dort wird an einem neuen Durchlassbauwerk gearbeitet. „Der vorhandene Durchlass war in die Jahre gekommen und wir fürchteten, dass er dem Verkehr nicht standhält“, erklärt Meyer. Bei dieser Gelegenheit werden Durchlass und auch die Brücke gleich deutlich vergrößert, da die Nienstedter Beeke vor einiger Zeit zu einem Fischotter-Gewässer erklärt wurde.

Auch einige Bäume wurden entfernt. „Sonst bekommen die Fahrzeuge, die die Rotorblätter transportieren, Probleme“, erläutert Meindertsma. Denn die Transporte können bis zu 5 Meter breit und insgesamt bis zu 77 Meter lang sein. Am heutigen Freitag sollen die abschließenden Asphaltierungsarbeiten an der Brücke beginnen.

Weiter geht es über die Schotterpisten, an weiten Ackerflächen vorbei. An einer Stelle steht ein großes Schild, das Infos zum Typ der Windenergieanlage und zum Windpark liefert, zum Beispiel, wieviel Energie er erzeugt, wenn er fertig ist. „Die neuen Anlagen vom Typ GE 158 sind deutlich leistungsstärker als die 13 Anlagen, die bereits vorhanden sind“, so Meindertsma. „Zum Vergleich: Eine von den alten liefert etwa 2,5 Millionen Kilowatt im Jahr. Eine von den neuen 17,5 Millionen Kilowatt. Insgesamt können diese sieben Windanlagen etwa 40 000 Haushalte mit erneuerbarem Strom versorgen.“

Der nächste Stopp ist auf einer der Kranstellflächen, die im Grunde den Platz einrahmen, auf dem die Windkraftanlage einmal stehen soll. So eine Fläche ist etwa 2000 Quadratmeter groß. Etwa 60 Zentimeter nicht tragfähiger Oberboden wird ausgekoffert und durch Füllboden ersetzt. „Dadurch schaffen wir die Grundlage für einen tragfähigen Baugrund“, erklärt Meyer.

Darauf kommt eine Schotterschicht. Dazwischen wird noch ein Gitter eingebettet, das verhindert, dass sich die beiden Baustoffe mischen. Fertig ist die Fläche, auf der ein Großkran sicher stehen kann. Alle sieben Flächen sind bereits präpariert.

Danach widmen sich die Arbeiten der kreisrunden Fundamentfläche, auf der die Windenergieanlage später stehen soll. „Zuerst wird auch hier der Oberboden und nicht tragfähiger Baugrund ausgekoffert. Darauf kommt eine Schottertragschicht. Ein Gutachter ist vor Ort und prüft den Untergrund ganz genau. „Am Ende macht er einen sogenannten Lastplatten-Druckversuch, der belegen muss, dass der Boden auch ausreichend tragfähig ist“, sagt Meyer. Und der muss einiges halten können, denn allein das Fundament aus Beton wiegt an die 2300 Tonnen.

Der Fundament-Bau soll in der kommenden Woche starten. „Eigentlich hätte er schon beginnen sollen, aber durch die Corona-Krise sind auch wir im Verzug“, so Meyer. Für die ersten zwei Fundamente wird in der kommenden Woche die sogenannte Sauberkeitsschicht eingebaut, darauf erfolgt der Einbau eines Geflechts aus Bewährungsstahl. „Etwa 200 Tonnen Eisen werden dort eingeflochten.“ Wenn alles nach Plan läuft, sind die ersten Fundamente im Mai fertig gestellt. Dann kann im Anschluss auch gleich der Turmbau folgen. Komplett abgeschlossen werden die Arbeiten plus Rückbau erst im Sommer 2021 sein.

Apropos Rückbau: „Da wir so wenig wie möglich landwirtschaftliche Nutzfläche versiegeln wollen, werden Teile der Kranstellflächen und Zufahrten nach Inbetriebnahme der Anlagen zurückgebaut. Diese Bereiche können dann wieder ackerbaulich genutzt werden“, so Meyer.

Artikel aus der Kreiszeitung vom 16.04.2020

https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/bassum-ort51127/erste-anlage-soll-oktober-laufen-13654505.html

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